PEEK

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PEEK - Polyetheretherketon Beschichtung

Polyetheretherketone sind Hochleistungskunststoffe, die unter den Markennamen Vicote® der Fa. Victrex und KetaSpire® der Fa. Solvay Solexis vertrieben werden. Sie sind Thermoplaste und aufgrund ihres hohen Schmelzpunkts besonders temperaturbeständig. Zusätzlich sind sie im Vergleich zu anderen Kunststoffen relativ hart und abrasionsbeständig, so dass sie als Beschichtungen mit erhöhtem Verschleißschutz zum Einsatz kommen. Die Korrosions- und Chemikalienbeständigkeit von PEEK ist mit Ausnahme von Schwefelsäure ebenfalls sehr gut, so dass sich diese Kunststoffe auch als Korrosionsschutzbeschichtungen eignen. Im Vergleich zu Fluorpolymeren hat PEEK einer höhere Kriechbeständigkeit und eignet sich daher auch für die Beschichtung von Dichtflächen, die mit besonders hohen Flächenpressungen beaufschlagt werden.

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Fluorpolymere

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Fluorpolymere

Fluorpolymere ist der Oberbegriff für voll- und teilfluorierte Kunststoffe wie PTFE, PFA u.v.m. Es handelt sich um Hochleistungskunststoffe, die bedingt durch ihren hohen Fluoranteil, eine besonders gute chemische Beständigkeit gegen nahezu alle Säuren, Laugen und Lösungsmittel aufweisen. Auch andere Materialien wie etwa Klebstoffe oder Lebensmittel haften kaum auf Fluorpolymeren oder lassen sich leicht abreinigen, weshalb diese Kunststoffe als Beschichtungen zum Einsatz kommen und eine breites Anwendungssprektrum abdecken.

Zusätzlich zu ihren Antihafteigenschaften wirken sie reibungsmindernd, so dass sie auch als sogenannte Gleitreibungsbeschichtungen für eine gute, fett- und ölfreie Trockenschmierung sorgen.

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Elektrisch ableitfähige Beschichtung

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Elektrisch ableitfähige Beschichtung

Durch Reibung und Trennung von zwei sich berührenden Materialien (triboelektrische Aufladung) oder durch das Einwirken eines elektrischen Feldes auf einen Körper (Influenz) können elektrostatische Ladungen entstehen. Werden diese Ladungen nicht kontrolliert abgeleitet, können Störungen bei elektronischen Geräten und Anzeigefehler bei Messgeräten auftreten. Um ggf. dieses Szenarion zu vermeiden, wurde von Rhenotherm eine elektrisch ableitfähige Beschichtung entwickelt.

Nach EN 13463-1 kann davon ausgegangen werden, dass eine elektrostatische Aufladung vermieden wird, wenn der Oberflächenwiderstand <= 10 9 Ohm beträgt.

Bei der Beschichtung Rhenolub MK I RB 30 HD handelt sich um eine elektrisch ableitfähige Beschichtung die einen Widerstandswert von 103 Ohm  bis 102 Ohm erzielen kann.

Durch Reibung und Trennung von zwei sich berührenden Materialien (triboelektrische Aufladung) oder durch das Einwirken eines elektrischen Feldes auf einen Körper (Influenz) können elektrostatische Ladungen entstehen.

Bedingt durch diese Eigenschaft besteht die Gefahr einer elektrostatischen Aufladung. Entladen sich derartig aufgeladene Werkstoffe durch Funkenbildung, können sie explosionsfähige Atmosphären, wie sie z. B. Lösungsmittel/Luftgemische, Staub/Luftgemische, zur Explosion bringen.

In solchen Anwendungen können die unbeschichteten Elastomere nicht eingesetzt werden. Um die Vorteile der Elstomere auch für diese Bereiche nutzen zu können, hat Rhenotherm eine elektrisch ableitfähige Beschichtung entwickelt.

Hierdurch wird ihre Leitfähigkeit deutlich erhöht, bzw. ihr elektrischer Widerstand deutlich abgesenkt. Durch diese Maßnahme kann der elektrische Durchgangswiderstand von z. B. NBR von 10 11 Ohm auf < 10 2 Ohm gesenkt werden. Die Elastomere werden elektrisch ableitfähig. Werden sie geerdet, kann eine elektrostatische Aufladung sicher verhindert werden. Neben der Absenkung des Durchgangswiderstands wird durch die Verwendung eines weiteren Spezial Additives die Möglichkeit gegeben, die Homogenität der Beschichtung mittels UV Licht zu verifizieren.

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Flammspritzen

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Flammspritzen

Durch das Flammspritzen können diverse Oberflächen gezielt bearbeitet und damit vor Korrosion und Verschleiß geschützt werden. Durch das Flammspritzen können unterschiedliche Schichtdicken und Oberflächentopologien hergestellt werden. Beim Flammspritzen wird ein pulver- oder drahtförmiger Spritzzusatzwerkstoff in einer Brenngas-Sauerstoff-Flamme geschmolzen und mit Hilfe der Verbrennungsgase und eines Zerstäubergases auf die vorbehandelte Oberfläche des jeweiligen Werkstoffs geschleudert.

Beim Flammspritzen werden metallische oder keramische Flammspritzmaterialien verwendet, die als Draht oder in Pulverform vorliegen. Flammspritzungen werden im Zusammenhang mit Beschichtungen vor allem zur Strukturierung des Untergrundes und zur Verbesserung der Härte und Verschleißfestigkeit eingesetzt.

Flammspritzen mit Draht 

Beim Flammspritzen mit Draht werden zwei metallische Drähte gleicher Zusammensetzung durch Anlegen ein erelektrischen Gleichspannung entgegengesetzt gepolt und mithilfe eines Vorschubmotors mit exakt gleicher Geschwindigkeit durch die Kontaktdüse geführt. Durch die entgegengesetzte Polarität entsteht beim Flammspritzen durch das Berühren der Drähte ein elektrischer Lichtbogen, durch den die Drähte angeschmolzen werden.

Mittels Druckluft werden die angeschmolzenen Drähte zu Partikeln zerstäubt und auf das Werkstück geschleudert, wo sie dann erstarren und so eine raue Flammschicht bilden.

Beim Flammspritzen mit Pulver werden Brenngase wie Acetylen, Propan oder Wasserstoff und Sauerstoff in bestimmten Verhältnissen gemischt. Sie durchströmen eine Düse, werden gezündet und formen eine Flamme, in deren Zentrum der Beschichtungsstoff als Pulver kontinuierlich zugeführt wird.

Die Pulverpartikel werden in der je nach Brenngaszusammensetzung bis zu 3200°C heißen Flamme angeschmolzen und auf die Oberfläche des Werkstücks geschleudert. Dort  erstarren sie und formen so auf der Oberfläche eine Beschichtung. Durch eine Luftkappe, welche die Düse umgibt, kann Pressluft mit unterschiedlichem  Druck zugeführt werden, womit man unterschiedliche Rauheit beim Flammspritzen erreichen kann.

Als Spritzstoffe für das Falmmspritzen kann man Metalle, Keramiken, Carbide oder Mischungen verwenden.

Die Rhenotherm GmbH ist exklusiver Lizenznehmer für Plasma Coatings Inc. in Deutschland und führt Flammspritzen als Lohnbeschichter aus.

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Rilsan® - Rilsan Beschichtung

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Rilsan®-Beschichtung

Rilsan Beschichtungen können auf alle Metallteile aufgebracht werden (Voraussetzung: Die jeweiligen Bauteile lassen sich auf die für die Beschichtung notwendige Temperatur erhitzen). Rilsan kann in unterschiedlichen Verfahren aufgetragen werden. Wirbelsinterverfahren – Hier werden die Bauteile so erhitzt, dass die Temperatur über dem Schmelzpunkt des Beschichtungsmaterials liegt. Beim Eintauchen in das Rilsan-Pulver werden die oberflächennahen Pulverteilchen aufgeschmolzen. Bei den elektrostatischen Pulversprühverfahren, wird das Rilsan-Pulver durch eine unter Spannung stehende Düse auf das kalte Bauteil gesprüht. Im Ofen schmilzt das Rilsan -Pulver und eine gleichmäßig geschlossene Oberfläche entsteht. Beim Flammspritzverfahren,wird das Pulver mit Hilfe einer Flamme erhitzt und unter Zuführung von Druckluft auf das Bauteil aufgespritzt. Das durch die Flamme bereits angeschmolzene Pulver schmilzt auf der vorgewärmten Fläche völlig auf und bildet hier eine gleichmäßige geschlossene Oberfläche.

Rhenotherm führt keine Rilsan Beschichtungen aus. Fragen Sie uns nach Alternativen.


Salzsprühtest

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Salzsprühtest

Mit Hilfe des Salzsprühtests kann die Korrosionsbeständigkeit einer Oberfläche definiert werden.

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Silikone

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Silikone

Silikone (Einzahl: das Silikon) ist eine Bezeichnung für eine Gruppe synthetischer Polymere, bei denen Siliciumatome über Sauerstoffatome zu Molekülketten und/oder netzartig verknüpft sind. Die restlichen freien Valenzelektronen des Siliciums sind dabei durch Kohlenwasserstoffreste (meist Methylgruppen) abgesättigt. Die Bezeichnung wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem englischen Chemiker Frederick Stanley Kipping (1863–1949) eingeführt. In der wissenschaftlichen Literatur finden sich statt Silikone häufig die Begriffe Poly(organo)siloxane oder kurz Siloxane. Letzterer setzt sich aus den Silben „sil“ für Silicium, „ox“ für Sauerstoff und „an“ für die gesättigte Struktur der Verbindung zusammen.

Aufgrund ihres typisch anorganischen Gerüstes einerseits und ihren organischen Resten andererseits nehmen Silikone eine Zwischenstellung zwischen anorganischen und organischen Verbindungen ein, insbesondere zwischen Silikaten und organischen Polymeren. Sie ähneln in ihrer Struktur organisch modifiziertem Quarz, weisen eine ähnliche Beständigkeit auf und besitzen aber die Flexibilität von Kunststoffen. Da Silikone in gewisser Weise Hybride sind, weisen sie aber ein einzigartiges Eigenschaftsspektrum auf, das von keinem anderen Kunststoff erreicht wird.

Silikone sind in der Regel gummiartig und besonders hitzebeständig. Sie werden zum Beispiel in Dichtungsmitteln, Klebstoffen und Schmiermitteln verwendet. Auch im medizinischen Sektor, bei Kochutensilien und in der thermischen und elektrischen Isolierung finden Silikone in verschiedenen Formen Anwendung. Zu diesen Formen gehören etwa Silikonöl, Silikonfett, Silikonkautschuk und Silikonharz.

Silikon (engl.: silicone) ist nicht zu verwechseln mit dem Silikonbestandteil Silicium (engl.: silicon). Die im Englischen ähnliche Schreibweise führt oft zu falschen Übersetzungen. Entsprechend hat auch das Silicon Valley in Kalifornien nichts mit Silikonen zu tun, sondern bezieht sich im Namen auf das bei der Herstellung von elektronischen Computerkomponenten verwendete Silicium.

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Silverstone® Beschichtung

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Silverstone® Beschichtung

PTFE-Beschichtungen sind im Zusammenhang mit Bratpfannen auch unter den Namen Teflon™, SilverStone oder SilverStone Supra bekannt.
Polyetrafluorethylen (PTFE) gehört zu den drei Polymeren mit ähnlichen Eigenschaften, die unter dem Namen Teflon™ bekannt sind. Wie bei den Polymeren FEP und PFA, verbessert eine Beschichtung mit Teflon™ PTFE die Antihaft- und Gleiteigenschaften sowie die chemische Beständigkeit des Trägermaterials.

Rhenotherm Kunststoffbeschichtungs GmbH führt Lohnbeschichtungen mit Silverstone®/ PTFE durch und ist als Lohnbeschichter nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert.

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Nanopartikel oder Nanoteilchen

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Nanopartikel oder Nanoteilchen

Nanopartikel oder Nanoteilchen bezeichnen einen Verbund von wenigen bis einigen tausend Atomen oder Molekülen. Der Name entspringt ihrer Größe, die typischerweise bei 1 bis 100 Nanometern liegt.

Ein Nanometer entspricht 10−9 = 0,000000001 Meter. Die Vorsilbe „nano“ leitet sich aus dem Griechischen „nanos“ für „Zwerg“ oder „zwergenhaft“ ab.

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Sintern

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Sintern

Ist die Verfestigung kristalliner, körniger oder pulvriger Stoffe durch das Zusammenwachsen der Kristallite bei entsprechend hoher Erwärmung.

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