Glossar

Lotuseffekt

Als Lotuseffekt, auch Lotoseffekt, wird die geringe Benetzbarkeit einer Oberfläche bezeichnet, wie sie bei der Lotuspflanze beobachtet werden kann. Die mikrostrukturierte Blattoberseite dieser Pflanze kann von Wasser und vielen anderen wässrigen Flüssigkeiten nicht benetzt werden, so dass sich Tropfen bilden, die nicht an der Oberfläche haften. Auch an üblichen Oberflächen haftende Feststoffe wie Farbpulver zeigen verringerten Halt und können einfach weggespült werden. Der Lotuseffekt beschreibt also die Selbstreinigung von hierarchisch strukturierten Oberflächen im Zusammenspiel von geringer Benetzbarkeit und verminderter Kontaktfähigkeit. Auch andere Pflanzen, wie beispielsweise die Kapuzinerkresse, Kohl, Schilfrohr, Akelei, Tulpe, Frauenmantel und Banane zeigen diesen Effekt.

Selbstreinigende Oberflächen sind von zunehmend technischer und wirtschaftlicher Bedeutung.

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