Glossar

Diffusion

Die Diffusion (von lateinisch diffundere ‚ausbreiten‘, ‚verstreuen‘) beschreibt die Eigenbewegung von Atomen, Molekülen oder Ladungsträgern – allgemein als Teilchen bezeichnet. Aufgrund ihrer thermischen Energie bewegen sich die Teilchen ungleichmäßig und zufällig im Raum. Statistisch gesehen bewegen sich bei einer ungleichmäßigen Verteilung mehr Materialien, die hoch konzentriert auftreten, als Materialien die eine niedrigere Konzentration aufweisen. Dadurch wird ein Transport der Materialien entlang des Konzetrationsgefälles erwirkt, bis es zu einer vollständigen Vermischung bzw. einem Konzentrationsausgleich der Materialien kommt.

Ist eine Oberfläche aufgrund ihrer Materialeigenschaften nicht porendicht, können Teilchen eindringen, die die Oberfläche unterwandern und beschädigen. Wie diffusionsbeständig ein Material ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, u. a. von der Wandstärke, der molekularen Dichte oder der Verbindungseigenschaften der Teilchen. Diffusionsfördernd wirken sich Temperaturunterschiede, Über- oder Unterdruck und der zeitliche Faktor aus.

Da Kunststoffe eine eher poröse Oberfläche aufweisen, sind sie bedingt diffusionsbeständig. Beschichtungen, die eine chemische Beständigkeit oder einen Korrosionsschutz aufweisen müssen, sind daher besonderen Anforderungen unterlegen. Im Diffusionstest wird die Beständigkeit von Korrosionsschutzbeschichtungen auf die Probe gestellt, z. B. mit Hilfe des Salzsprühtests.

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