Glossar

Abrasiv

Abrasiv stammt vom Begriff Abrasion (von lateinisch abrasio ‚Abkratzung‘). Die Abrasion beschreibt den Abtrag eines Materials durch Reiben oder Schleifen. Wird ein Werkstoff als abrasiv bezeichnet, hat er eine reibende oder schleifende Wirkung, die wiederum einen glättenden, reinigenden oder abnutzenden Effekt zur Folge hat. Schleifmittel werden daher auch als Abrasive bezeichnet.

In der Vorbereitung des Beschichtungsprozesses werden die meisten Teile dem Sandstrahlen (engl. sandblasting, abrasive blasting) unterzogen. Dies stellt einen abrasiven Prozess dar, da hier durch Druckluft ein Schleifmittel auf das Teil „geschossen“ wird, um die oberste Schicht des Teils abzutragen.

Beschichtungen können besonders abrasionsfest sein, das bedeutet, dass die Beschichtung sehr abrieb- oder kratzfest ist. Auf Teile, die einem hohen abrasiven Verschleiß ausgesetzt sind, wird eine besonders abrasionsfeste Beschichtung aufgebracht, um diese vor dem Abrieb zu schützen und die Lebensdauer des Bauteils zu erhöhen.

Auch eine Beschichtung kann abrasive Merkmale aufweisen, wobei diese dann nicht als Abrieb- oder Schleifmittel eingesetzt wird, sondern die rauen Eigenschaften im Vordergrund stehen, z. B. um eine rutschhemmende Wirkung zu erzielen.

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