Rhenopure — PFAS-freie Beschichtungen

PFAS-freie Beschichtungen als Alternative zu Fluorpolymer-Systemen

Rhenotherm beschichtet Ihre Bauteile schon heute PFAS-frei — mit vier serienerprobten Systemen, belegt durch sieben dokumentierte Anwendungen. Und mit einer klaren Aussage dazu, wo PFAS-frei Ihre Anforderung trägt und wo nicht.

4 PFAS-freie Systeme 7 dokumentierte Anwendungen stabil bis 270 °C Lohnbeschichtung seit 1977 ISO 9001:2015
Die kurze Antwort

Bietet Rhenotherm PFAS-freie Beschichtungen an?

Ja. Unter der Marke Rhenopure liefert Rhenotherm vier PFAS-freie Beschichtungssysteme in Serie: Rhenopure MK II-SG-5G (Sol-Gel), Rhenopure MK I-SE-grau (Silikon/Epoxid), Rhenopure Lotusilk 11/LK (Polysiloxan mit metallischer Verschleißschutzschicht) und Rhenopure EcoGlide (wasserbasierter Gleitlack mit organischen Wachsen). Alle vier sind bis 270 °C stabil und ersetzen klassische Fluorpolymer-Beschichtungen aus PTFE (Polytetrafluorethylen), PFA (Perfluoralkoxy) und FEP (Fluoriertes Ethylen-Propylen) — ohne per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS).

In sieben dokumentierten Kundenanwendungen wurde die geforderte Funktion erreicht: Antihaft gegen Backgut, Vergussharz, Etikettenkleber und aufgeschmolzenen Kunststoff sowie Montagehilfe für Elastomere — vom Lebensmittelkontakt über die Verteidigungsindustrie bis zur Folien- und Kunststoffverarbeitung.

Ehrlich dazugesagt: PFAS-frei ist kein 1:1-Ersatz. Ein Fluorpolymer-System lässt sich nicht in jeder Anwendung gleichwertig ersetzen. Wo das so ist, sagen wir es Ihnen — vor der Beschichtung, nicht danach.

Die Systeme

Vier PFAS-freie Beschichtungen — und wofür sie gemacht sind

Alle Rhenopure-Systeme sind bis 270 °C temperaturstabil. Welches das richtige ist, entscheidet nicht die Temperatur allein, sondern die Trennaufgabe: Wogegen soll die Beschichtung trennen, und welches Bauteil trägt sie? Als Lohnbeschichter wählen wir das System für Ihre konkrete Anwendung aus — häufig auch mehrere in Kombination.

Rhenopure MK II-SG-5G

bisher: Rhenolease® MK II-SG-5G

Sol-Gel-Basis

Das Allrounder-System im PFAS-freien Programm. Keramisch-hybride Antihaftbeschichtung, in fünf der sieben dokumentierten Anwendungen im Einsatz — teils allein, teils in Kombination.

Typische Bauteile: Backbleche, Backformen, Bratpfannen, PU-Wannen, Transportwalzen, Schweißleisten
Einsatzbereiche: Lebensmittel, Cook- & Bakeware, Kunststoff-Industrie, Defense

Rhenopure MK I-SE-grau

bisher: Rhenolease® MK I-SE-grau

Silikon-/Epoxid-Basis

Antihaftsystem gegen klebende und aushärtende Medien — dort, wo Harze und Kleber sicher abgewiesen werden müssen.

Typische Bauteile: Gleitbleche, Klebstoffwannen, Formen, Behälter
Einsatzbereiche: Verarbeitung, Defense

Rhenopure Lotusilk 11/LK

bisher: Rhenolease® Lotusilk 11/LK

Polysiloxan + metallische Verschleißschutzschicht

Kombiniert Antihaftwirkung mit definierter Traktion und Verschleißschutz — für Rollen, die Material zugleich abweisen und sicher führen müssen.

Typische Bauteile: Umlenkrollen, Transportrollen, Greifer, Etikettieranlagen
Einsatzbereiche: Folienherstellung, Maschinenbau, Verpackung

Rhenopure EcoGlide

bisher: Rhenolub® EcoGlide

Wasserbasierter Gleitlack, organische Wachse

Trockenschmierung und Montagehilfe ohne Fluorpolymere. Senkt Reibung an Elastomeren, verhindert Verkanten und Anhaften bei der Montage.

Typische Bauteile: O-Ringe, Dichtungen, Gummi- und Elastomerteile
Einsatzbereiche: Solar, Sanitär, Bau, Automotive
Praxis

Sieben Anwendungen, in denen PFAS-frei die Funktion liefert

Alle Fälle stammen aus realen Kundenanfragen. In sämtlichen Anwendungen wurde eine sehr gute Trennleistung erreicht.

Anwendung Bauteil Temperatur in der Anwendung Trennleistung Branche Eingesetztes System
Antihaft gegen Backgut Backbleche, Trichter 250–270 °C sehr gut Lebensmittel MK II-SG-5G
Antihaft Cook- & Bakeware Bratpfannen, Brotback- und Zwiebackformen 250–270 °C sehr gut Lebensmittel MK II-SG-5G
Antihaft gegen Vergussharz Formen, Behälter 250–270 °C sehr gut Defense MK I-SE-grau, MK II-SG-5G, Lotusilk 11/LK
Antihaft und Traktion in der Folienproduktion Rollen bis 180 °C sehr gut Folienherstellung Lotusilk 11/LK, MK II-SG-5G
Antihaft im direkten Etikettenkontakt Greifer, Rollen bis 180 °C sehr gut Maschinenbau Lotusilk 11/LK, MK II-SG-5G
Montagehilfe für O-Ringe O-Ringe, Elastomere bis 130 °C sehr gut Solar, Sanitär, Bau EcoGlide
Antihaft bei Schweißprozessen Schweißleisten, Schweißspiegel 250–270 °C sehr gut Kunststoff-Industrie MK II-SG-5G

Die angegebenen Temperaturen sind die Betriebstemperaturen der jeweiligen Anwendung, nicht die Belastungsgrenze der Beschichtung: Alle Rhenopure-Systeme sind bis 270 °C stabil.

Wo PFAS-frei an Grenzen stößt — und warum die 400 °C in die Irre führen

Ein universeller Ersatz für Fluorpolymere existiert nicht, und wir behaupten das auch nicht. Ein PTFE- oder PFA-System lässt sich nicht in jeder Anwendung eins zu eins ersetzen: In anspruchsvollen Trennaufgaben erreicht eine PFAS-freie Beschichtung die Leistung eines Fluorpolymers nicht in jedem Fall. Wir bieten sie trotzdem an — weil sie für einen großen Teil der realen Anwendungen ausreicht, wie die sieben dokumentierten Fälle zeigen.

Ein verbreitetes Missverständnis räumen wir dabei gleich mit aus: Die oft genannten 400 °C für Fluorpolymer-Beschichtungen sind eine Marketingzahl. Keine PTFE-Beschichtung ist bei 400 °C dauerhaft einsetzbar. Der reale Unterschied zwischen fluorbasiert und PFAS-frei liegt also nicht dort, wo ihn die Datenblätter vermuten lassen — sondern in Trennleistung und Standzeit unter Ihren konkreten Prozessbedingungen.

Deshalb genügt uns kein Datenblattvergleich. Nennen Sie uns Bauteil, Medium und Temperaturprofil. Sie bekommen eine belastbare Aussage, ob PFAS-frei Ihre Anwendung trägt — auch dann, wenn die Antwort „noch nicht" lautet.

Häufige Fragen

PFAS-freie Beschichtungen — konkret beantwortet

Rhenotherm fasst seine PFAS-freien Beschichtungen unter der Marke Rhenopure zusammen. Es sind vier Systeme, alle temperaturstabil bis 270 °C: Rhenopure MK II-SG-5G auf Sol-Gel-Basis für Antihaftanwendungen (Backbleche, Backformen, Bratpfannen, PU-Wannen, Transportwalzen, Schweißleisten), Rhenopure MK I-SE-grau auf Silikon-/Epoxid-Basis gegen klebende und aushärtende Medien (Gleitbleche, Klebstoffwannen, Formen), Rhenopure Lotusilk 11/LK aus Polysiloxan mit metallischer Verschleißschutzschicht für Rollen mit Antihaft- und Traktionsanforderung (Umlenkrollen, Etikettieranlagen) sowie Rhenopure EcoGlide, einen wasserbasierten Gleitlack mit organischen Wachsen für Trockenschmierung und Montagehilfe an Elastomeren (O-Ringe, Dichtungen, Gummiteile).

Ja — in der Regel Rhenopure MK II-SG-5G auf Sol-Gel-Basis. Wir sagen aber offen dazu: Das ist kein gleichwertiger 1:1-Ersatz. Ein Fluorpolymer-System lässt sich technisch nicht immer eins zu eins ablösen, und die Trennleistung von Rhenopure erreicht die eines PTFE-/PFA-Systems nicht in jeder Anwendung.

Zur häufig genannten Temperaturgrenze: Die 400 °C, die bei Fluorpolymer-Beschichtungen im Raum stehen, sind eine Marketingzahl — dauerhaft ist keine PTFE-Beschichtung bei 400 °C einsetzbar. Die Entscheidung fällt deshalb nicht am Datenblatt, sondern an Ihrer konkreten Anwendung. Schicken Sie uns Bauteil, Medium und Temperaturprofil, dann sagen wir Ihnen, ob Rhenopure Ihre Anforderung trägt.

Nicht in jeder Anwendung — und wer etwas anderes behauptet, verkauft Ihnen eine Enttäuschung. In anspruchsvollen Trennaufgaben liegt die Leistung von Fluorpolymeren nach wie vor vorn. In einem großen Teil der realen Industrieanwendungen reicht die PFAS-freie Beschichtung jedoch vollständig aus: In allen sieben dokumentierten Fällen — von der Bäckerei über den Vergussharz-Kontakt in der Verteidigungsindustrie bis zur Folien- und Kunststoffverarbeitung — wurde eine sehr gute Trennleistung erreicht.

Die belastbare Antwort hängt an Ihrem Bauteil, Ihrem Medium und Ihrem Temperaturprofil. Genau das prüfen wir für Sie — im eigenen Forschungslabor, mit Feldemissions-Rasterelektronenmikroskop.

Alle vier Rhenopure-Systeme sind bis 270 °C stabil. Die in unseren Praxisfällen genannten Werte — 130 °C bei der O-Ring-Montage, 180 °C an Folien- und Etikettierrollen, 250 bis 270 °C in Bäckerei, Schweißprozess und Vergussharz-Kontakt — sind die Betriebstemperaturen der jeweiligen Anwendung, nicht die Belastungsgrenze der Beschichtung.

Ja. Rhenotherm hat PFAS-freie Antihaftbeschichtungen unter anderem auf Backblechen, Trichtern, Bratpfannen sowie Brotback- und Zwiebackformen im Einsatz — mit sehr guter Trennleistung gegen Backgut bei Betriebstemperaturen von 250 bis 270 °C. Eingesetzt wird hier das Sol-Gel-System Rhenopure MK II-SG-5G.

Ja. Für einen Kunden aus dem Defense-Sektor hat Rhenotherm Formen und Behälter mit regelmäßigem Vergussharz-Kontakt PFAS-frei beschichtet. Die Antihaftwirkung gegen das aushärtende Harz wurde bei Betriebstemperaturen von 250 bis 270 °C in sehr guter Qualität erreicht. Zum Einsatz kamen Rhenopure MK I-SE-grau, Rhenopure MK II-SG-5G und Rhenopure Lotusilk 11/LK — ein Beispiel dafür, dass anspruchsvolle Aufgaben oft eine Kombination mehrerer Systeme verlangen.

Weil ein pauschaler Austausch technisch nicht zielführend wäre. Fluorpolymere wie PTFE, PFA und FEP sind hochmolekulare Verbindungen mit Kettenlängen von über 200.000 Kohlenstoffatomen — sie sind nicht wasserlöslich, nicht bioakkumulativ und nach OECD-Kriterien als „Polymere von geringer Bedeutung" eingestuft. Die gesundheitlich kritischen PFAS sind die kurzkettigen Verbindungen.

Rhenotherm verfolgt deshalb einen anwendungsbezogenen Weg: Wo eine PFAS-freie Beschichtung die geforderte Funktion erfüllt, setzen wir sie ein — das belegen die sieben dokumentierten Fälle. Wo Fluorpolymere technisch überlegen bleiben, sagen wir das offen, statt einen Ersatz zu verkaufen, der die Anwendung nicht trägt.

Drei Angaben genügen für eine belastbare erste Einschätzung: Bauteil (Geometrie, Werkstoff), Medium (wogegen soll die Beschichtung trennen — Backgut, Harz, Kleber, Kunststoffschmelze, Elastomer) und Temperatur (Dauer- und Spitzenbelastung). Als Lohnbeschichter mit eigenem Forschungslabor prüfen wir Ihren Fall und nennen Ihnen das passende System — oder eine Kombination mehrerer Systeme, wenn die Aufgabe es verlangt.

PFAS-Ersatz für Ihr Bauteil prüfen lassen

Schicken Sie uns Bauteil, Medium und Temperaturbereich. Sie erhalten eine klare Aussage, ob und mit welchem System wir Ihre Anwendung PFAS-frei abbilden können.

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