Verbesserung der Gleitreibung herkömmlicher Beschichtungen durch Füllung mit Compounds

1) Versuchsdurchführung

Ziel dieses Versuchs ist es, vorhandene Beschichtungssysteme hinsichtlich ihrer Gleitreibungseigenschaften durch Füllung mit Compounds zu verbessern.

Dazu wurden zunächst die Gleitreibungskoeffizienten der ungefüllten Lacke nach folgendem Versuchsaufbau ermittelt.

DIN A5 Edelstahlplatten (V2A-Stahl) wurden mit den jeweiligen Systemen beschichtet. Anschließend wurde eine Probenplatte neben einer Zugprüfmaschine der Fa. Thümler fixiert und ein 1000 g schweres Edelstahlgewicht auf die Beschichtung gestellt (siehe Bild 1 und 2).

Zugpruefmaschine_all

Das Gewicht war über eine Nylonschnur mit dem Kraftaufnehmer der Zugprüfmaschine verbunden und wurde mit einer Geschwindigkeit von 100 mm/min horizontal über die Probenplatte gezogen. Der Messweg betrug 150 mm, 10 % vom Messweganfang und 5% vom Messwegende nicht ausgewertet wurden. Die Gleitreibungskraft, mit der das Gewicht über die Probe gezogen wurde, wurde von der Zugprüfmaschine gemessen.  Bei jeder Probe wurden fünf solcher Messungen durchgeführt.

Zur Berechnung des Gleitreibungskoeffizienten wurde die Normalkraft F gemäß folgender Formel bestimmt:

Formel_1

Mit der Normalkraft FN und der gemessenen Gleitreibungskraft FG konnte dann der Gleitreibungskoeffizient µD wie folgt berechnet werden:

Formel_2

Ergebnis:

Tabelle

Fazit:

Wir konnten die Gleiteigenschaften von herkömmlichen Beschichtungssystemen durch unsere Compounds deutlich Verbessern. Durch diese Compoundierung wurde eine Verbesserung von bis zu 40 % erzielt.

Der Gleitreibungskoeffizient von Stahl auf Stahl beträgt 0,18.

Bedenken Sie: Dieser Wert ist viereinhalb mal so hoch wie die von uns neu formulierten Systeme. Damit stellen unsere Beschichtungen eine signifikante Verbesserung zu den herkömmlichen Systemen dar.