Unsere Fluorpolymerkenntnisse erwarben wir beim Erfinder von Teflon® - der Firma Du Pont. Dieses fundierte Wissen wurde über Jahre in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten immer weiter entwickelt. Hierbei nutzen wir auch weiterhin unsere internationalen Erfahrungen und Kontakte. Im Laufe der Jahre hat sich unser Know-how von Beschichtungen und Oberflächen stetig erweitert. Das liegt nicht zu Letzt daran, dass wir über sehr gut ausgestattete Labore verfügen und Wert darauf legen, uns und unsere Produkte ständig weiterzuentwickeln und zu verbessern.
Unserer F+E-Abteilung gehören zwei Labore an, die Forschung und praktische Anwendung miteinander verbinden. Im Forschungslabor werden alle instrumentellen Untersuchungen durchgeführt.
Folgende Untersuchungsmethoden stehen zur Verfügung:


Mit der Raster-Elektronen-Mikroskopie lassen sich Oberflächen bis zu einer Vergrößerung von 100.000fach bildlich darstellen. So werden Informationen über die Strukturierung und Beschaffenheit der Oberfläche gewonnen und beispielsweise im Rahmen der Reklamationsbearbeitung können Oberflächendefekte bildlich dargestellt und beurteilt werden.
Mit der Kontaktwinkelbestimmung werden Oberflächeneigenschaften der Beschichtung vermessen, die Informationen über den hydrophoben Charakter einer Beschichtung liefern können. So können erste Rückschlüsse auf den Antihaft-Effekt einer Beschichtung gezogen werden.


Die dynamische Differenzkalorimetrie liefert Informationen über das Schmelzverhalten von thermoplastischen Werkstoffen. Sie wird zur Materialidentifikation genutzt und kann Aufschlüsse über die thermische Vorgeschichte eines Werkstoffes geben.


Die Bestimmung der Oberflächenrauigkeit ist für viele technische Anwendungen wichtig, da oft bestimmte Rauhigkeitsbereiche eingehalten werden müssen. Die Rauhigkeitsmessung bei Rhenotherm kann sowohl taktil mit einem Taster mit Diamantspitze für metallische Oberflächen durchgeführt werden als auch berührungslos mit einem Lasertaster für kratzempfindliche Oberflächen wie Kunststoffe erfolgen. Über die Rauigkeit können der Antihaft-Effekt, die mechanische Stabilität und die Haftung der Beschichtung beeinflusst werden.


Die Untersuchungen am Querschliff ist die genaueste und bei Kleinteilbeschichtung auch die einzige Methode zur exakten Schichtdickenbestimmung. Außerdem gibt der Querschliff Aufschluss über die Verteilung von Füllstoffen in der Beschichtung und ist ein wichtiges Instrument bei der Analyse von Fremdbeschichtungen, da der Schichtaufbau sichtbar wird.


Das Forschungslabor ist auch für die Analyse von Reklamationen zuständig und verbessert so unser Verständnis für unsere Beschichtungen und sorgt für die stetige Verbesserung der Qualität unserer Produkte. Im Rahmen der Qualitätsverbesserung werden durch unsere Labormitarbeiter regelmäßig Schulungen für unsere Produktionsmitarbeiter durchgeführt.